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Chorkonzert am 6. Mai 2012 um 17 Uhr

   Wird im Wonnemonat Mai ein Chorkonzert angeboten, so ist es guter
Brauch, zu Beginn „Der Mai ist gekommen“ anzustimmen.
In der vollbesetzten Hastenrather Kirche hatte sich zum Sonntagnachmittag
der Kirchenchor St. Wendelinus, nach den einleitenden Worten der
Vorsitzenden Regine Willms vorgenommen, durch ein abwechslungsreiches
Programm von einfachen bis zu schwierigen und modernen Chorsätzen das
Publikumin Bann zu ziehen, was bestens gelang.
Mit dem einfachen „Sancta Maria“ von Johannes Schweitzer war der
geistliche Konzertteil eingeleitet.
Der „kleine, aber feine Chor“ – wie es ein Besucher später formulierte –
unter der Dirigentin Ursula Ritzen, sang sehr stimmsicher und gefühlvoll sowohl
das „Locus iste“ von Anton Bruckner wie auch das „Tantum ergo“
(in der Bearbeitung von Maurice Duruflé) a capella. Bei der anschließenden
Darbietung von Giuseppe Verdi’s „Chor der Gefangenen“ aus der Oper
„Nabucco“ wurden neben der exzellenten Klavierbegleitung die erstaunlichen
Stimmkraftkontraste deutlich, bevor darauf der sehr kleine, neu gegründete
St Wendelinus-Kinderchor mit „Gottes guter Schöpfung“ (Michael Hoppe),
„Shalala“ (Fredi Jirovec) und „Zwei kleine Wölfe“ (Werner Rizzi) zum
weltlichen Teil des Konzertes überleitete.
     „Das Publikum ist entzückt“ hieß die vorletzte Zeile in Albrecht
Rosenstengel’s „Sing mit Bach“. Und dem entsprechend wurden auch die
allgemein bekannten Chorsätze „Ich war noch niemals in New York“
(Udo Jürgens), „In mir klingt ein Lied“ (Chopin/Melichar), „Plaisir d’Amour“
(J.P. Martini) und „Marina“ (Arr: A. Kempkens) dargeboten und aufgenommen.
Bestens unterstützt waren dabei die Sängerinnen und Sänger durch das
begleitende Klavierspiel von Andrea Deserno.
     Es folgte ein ganz besonderer Musikgenuss mit vier modernen Stücken
(„The Winner“, „Yesterday“, „Heal the World“) für Querflöte und Klavier-
begleitung.
Der jungen Flötistin Jessica Langen gelang es, dass sie sich im Verlauf der
Melodien mehr und mehr steigerte und wohl fühlte, nicht zuletzt auch
wegen der unwahrscheinlich prägnanten Klavierführung durch Ursula Ritzen.
Ja, hier konnte man es nach dem letzten Stück „Music“ von John Miles am
tosenden Applaus abmessen: „die Gunst beglückt“.
     Das nächste Lied des Kirchenchores, „Wagt euch zu den Ufern“ von
Gregor Linßen, hätte als Motto über dem ganzen musikalischen Geschehen
der anderthalb Stunden stehen können.
Mit drei wunderschönen Abendliedern bot wieder der vierstimmige gemischte
Chor sein Bestes: dem „Evening Song“ von C.C. Scholefield; dem englisch
gesungenen irischen Segenslied „Möge die Straße“ von J. E. Moor; und dem
von der Chorleiterin arrangierten siebenstrophigen Volkslied
„Guter Mond, du gehst so stille“.
     Mit zwei Zugaben ging ein sehr ansprechendes, abwechslungsreiches und
anspruchsvolles Kirchenkonzert zu Ende. Kinder- und Kirchenchor zusammen
sangen im Strophenwechsel der einzelnen Stimmen „Schau auf die Welt“ von
John Rutter. Von Dauerapplaus und Standing Ovation erzwungen, brachte der
Chor zum Schluss noch einmal das schnellste Stück des Konzertes
„Marina“ zu Gehör.                                                                                
 
(HK)
   

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