Geschichte

Früher gehörte Hastenrath zur

Bürgermeisterei Nothberg.

Im 16. Jahrhundert finden

wir Nothberg als Pfarrei im Amte Wilhelmstein aufgeführt.

Zu dieser Zeit waren Hastenrath und Scherpenseel neben

Bohl, Volkenrath, Bovenberg und einem Teil von Bergrath

zu Nothberg eingepfarrt.

Unsere Vorfahren mussten, um ihren religiösen

Verpflichtungen nachzukommen, jahrhundertelang

bei Wind und Wetter den weiten und damals sicherlich

schlechten Kirchweg zur Mutterkirche nach Nothberg gehen.

Hastenrath war während des 18. Jahrhunderts auf eine

kleine Kapelle angewiesen, in der zweimal im Jahr

eine hl. Messe gelesen werden durfte, nämlich am

Dreifaltigkeitssonntag und am Prunkmontag,

dem Montag nach Fronleichnam.


Die Hastenrather hatten in ihrem unablässigen Bemühen um

die kirchliche Selbstständigkeit eine neue Kapelle gebaut,

wobei ihnen der damalige Pastor von Nothberg,

Pfr. Ohligschläger, ermunternd und hilfreich zur Seite stand.


Als Lohn ihrer rastlosen Bemühungen erlebten sie dann auch

zu ihrer größten Freude im Jahre 1804 unter

Bischof Berdolet, Bischof im ersten Bistum Aachen,

den Tag der Erhebung Hastenraths zur Pfarrei.


In den ersten 50 Jahren begnügten sich die Hastenrather mit

der kleinen Kapelle, doch mit der ständig wachsenden

Einwohnerzahl wurde diese viel zu klein.

So schrieb Pfarrer Johann Jakob Funk am 20.10.1854:

“Am Sonntag, an welchem nur eine heilige Messe

ist, steht die Hälfte der Pfarrkinder um die Kirche, die,

mitten in der Straße nach allen Seiten hin von

Wirtshäusern umgeben, gelegen ist.”

1857 war die Zahl der Gemeindemitglieder schon auf 1200

angewachsen und man raffte sich mit dem Pfarrer zu einer

entscheidenden und mutigen Tat auf: Man gründete einen

Kirchenbauverein, der sich für die Beschaffung des nötigen

Baufonds für die neue Kirche einsetzte.

Aber die Zeiten waren schlecht; die Menschen lebten

nicht im Überfluss.

Endlich war es soweit: Die Grundsteinlegung geschah am

27.5.1883 unter großer Feierlichkeit. Am 19.10.1884 nahm

Dechant Sommer von Weisweiler die feierliche Benediktion

vor.

Am 1.10.1932 wurden die Zivilgemeinden Nothberg und

Hastenrath auf Betreiben der Stadt Eschweiler aus dem

Landkreis Düren ausgemeindet. Die beiden Pfarren

gehörten nun durch diese Umgemeindung in das

Dekanat Eschweiler.

 

   

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