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Katholische Pfarrgemeinde St. Barbara

Die Gemeinde Eschweiler erfuhr in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts,
hervorgerufen durch die starke industrielle Entwicklung einen enormen
Einwohnerzuwachs. Besonders der Vorort Pumpe-Stich verzeichnete durch
den hier schon ansässigen Kohlenbergbau und sich neu ansiedelnde
eisenerzeugende und verarbeitende Industrie eine sehr starke
Bevölkerungszunahme.


Der Ortsteil Pumpe-Stich gehörte damals zur Pfarre St. Peter und Paul
Eschweiler. Zur Erfüllung ihrer religiösen Pflichten mussten die Gläubigen
wegen der weiten Entfernung zur Pfarrkirche viele Schwierigkeiten und
Zulänglichkeiten auf sich nehmen. Den Bewohnern von Pumpe-Stich lag
es sehr am Herzen, diese Zustände so schnell wie möglich abzustellen.


Zu Beginn des Jahres 1869 trafen sich einige Bürger von Pumpe-Stich, um
dies Problematik zu besprechen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
Man kam überein: Nur der Bau einer eigenen Kirche und einer eigenen
Pfarrei konnte der Misere Abhilfe schaffen.
Am 27.2.1869 fand eine vorbereitende Versammlung zwecks Gründung
eines Kirchenbauvereins statt. Die Gründung des „Kirchenbauvereins zu
Pumpe-Stich“ erfolgte am 7.3.1869. Der Verein erhielt viel Unterstützung
in finanzieller Form. Selbst aus Köln kam Hilfe durch den Erzbischof
Paulus Melcher. Die Aktivitäten wurden jedoch jäh durch den Ausbruch
des Deutsch-Französischen Krieges sowie der Gründung des
Deutschen Reiches durch Bismarck unterbrochen. Noch viele Jahre
gingen ins Land bis am 25.5.1901 die Grundsteinlegung der Pfarrkirche
durch Pfarrer Chantraine erfolgte. Schon am 26.4.1903 erfolgte die
Weihe der neuen Kirche und Überbringung des Allerheiligsten von der
Waldkirche in die neue Kirche. Am 17.6.1906 wurde die Konsekration
von Pfarrkirche und Hauptaltar durch den Erzbischof von Köln,
Kardinal Fischer, vorgenommen.
Zur Pfarrpatronin wurde die hl. Barbara benannt.
Seitdem ruhen in unserem Hauptaltar die Reliquien der heiligen
Märtyrer Gereon und Ursula. Das Fest der Altarweihe wird jedes Jahr
am Sonntag nach dem 17. Juni begangen.
180pxPumpekirche
Am 23.2.1921 erfolgte die Abtrennung der Gemeinde St. Joseph,
Donnerberg, von der Pfarre St. Barbara.


Während des Krieges erfolgte der erste Beschuss der Kirche am
16.9.1944. Alle Kirchenfenster wurden zerstört. Am 17.9.1944 sollte
bis zum 4. Sept. 1949 die letzte heilige Messe in der Kirche gefeiert
werden. In den folgenden Wochen wurde die Kirche fast völlig zerstört.


Ab dem 30.Okt. 1945 bis Sept. 1949 diente die Bewahrschule des
EV an der Friedrichstr. als Notkirche. Obwohl die Kirche weder ein Dach
noch Fenster hatte, wurde zum Pfarrfest am 4.9.1949 ein festliches
Hochamt in der Kirche zelebriert. Pastor Wagemann rief Jung und Alt
zum Steine klopfen. Alle krempelten die Ärmel hoch und folgten
seinem Ruf. Nachmittags klopften die Kinder und Jugendlichen, abends
die Erwachsenen, damit die Maurer morgens genügend Steine zur
Verfügung hatten. Der Einsatz aller hatte sich gelohnt.
Bereits am 18. Mai 1950 wurde nach der hl. Messe in der Notkapelle
das Allerheiligste in die wiederhergesellte Kirche getragen.


Seitdem wurde die Kirche immer wieder renoviert. Die letzte Renovierung
wurde im Dezember 2005 abgeschlossen, und unsere Kirche erstrahlt
in neuem Glanz.


9 Pfarrer können sich seit dem Jahr 1886 in die Liste der Pastöre von
St. Barbara eintragen. Pastor Dennis van de Laak ist seit 1963 Kaplan
und seit 1981 Pastor in unserer Pfarre. Im Juni 2008 trat er in den
Ruhestand, ist jedoch weiterhin als Subsidiar tätig.


Die ersten Glocken aus dem Jahr 1903 sind bis auf die Barbara-Glocke
dem 1. Weltkrieg zum Opfer gefallen. Am 8.5.1927 wurden die heutigen
Glocken (Ägidius-, Maria- und Paulus-Glocken) eingeweiht.
Während des 2. Weltkrieges waren diese beschlagnahmt, wurden aber
nicht eingeschmolzen und konnten so im Jahr 1945 zurückgeholt und
im Turm aufgehängt werden.


1933 wurde eine neue Kirchenuhr in Betrieb genommen, welche bis in
die 70er Jahre von Rektor Karl Knur betreut wurde.


Die heutige Orgel stammt aus dem Jahr 1951 und wurde durch
Domkapitular Dr. Schümmer eingeweiht. Bei dieser Gelegenheit wurde zum
ersten Mal das Barbara Lied gesungen.
Die Orgel wurde im ersten Quartal 2006 restauriert und gereinigt.


Die Chorfenster wurden im Krieg 1944 zerstört. Am 17.5.1953 wurden
neue Kirchenfenster nach einem Entwurf von Josef Höttges eingeweiht.
Sie stellen die Gesetzesverkündigung auf dem Berg Sinai sowie die
Sendung des hl. Geistes am Pfingstfest dar.
Das Mittelfenster zeigt Geburt, Tod und Auferstehung Christi.


Im Rahmen der Renovierungsarbeiten an der Westfassade wurde
1994 ein neues Barbara-Fenster eingebaut. Der Entwurf von
Helmut Lang aus Köln hatte in der Pfarrgemeinde so regen Zuspruch
gefunden, dass das Fenster vollständig aus eigenen Mitteln finanziert
werden konnte. Die Herstellung lag in den Händen der
Fa. Oidtmann aus Linnich.


Der ursprüngliche Hauptaltar wurde 1906 durch Erzbischof Kardinal
Fischer aus Köln konsekriert. Die Altarflügel waren 1903/1904 von
Bildhauer Peter Tillmanns aus Erkelenz geschnitzt worden.
Frau Bischeroux geb. Thyssen aus Düsseldorf war die Stifterin.
Im 2. Weltkrieg wurden die Altarbilder schwer beschädigt und lagen
bis 1947 unter Schutt. Dann waren sie bis 1983 auf dem Kirchen-
speicher in Vergessenheit geraten. Der Restaurator und Bildhauer
Josef Jansen aus Aachen hat sie wiederhergestellt, so dass sie am
3.7.1983 im Chorraum angebracht werden konnten.


Zum 25 jährigen Priesterjubiläum von Pfarrer Wagemann am 12.3.1951
schenkte sich die Gemeinde das heutige Taufbecken.


Die ursprüngliche Weihnachtskrippe wurde von einer Gruppe des
Jungmännervereins unter der Leitung von Lehrer Heinz Wassong gebaut.
Im Jahre 1998 wurden anlässlich unseres 100 jährigen Jubiläums neue
Krippenfiguren gekauft. Seitdem wird die Krippe durch unsere Küster,
Klaus Faber, jedes Jahr liebevoll gestaltet und mit immer neuen
Ideen ausgestattet.


Der Kreuzweg stammt aus dem Jahr 1904 und wurde ebenfalls von
Bildhauer Peter Tillmanns aus Erkelenz angefertigt. Nach der Zerstörung
im Kriege wurde er restauriert und ohne die ursprüngliche Umrahmung
angebracht. Diese wurde mit einer erneuten Renovierung durch
Bildhauer Joser Jansen wieder nachempfunden.


Das Altarkreuz wurde 1974 nach einem Entwurf von Peter Bücken,
Kohlscheid, hergestellt und am 15.9.1974 eingeweiht.


Im Juni 2008 wurde die Pfarre St. Barbara 110 Jahre alt.
Dies hat die Pfarrgemeinde gebührend gefeiert.
   

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